Projekte
Wie es dazu kam
Als erste Teilstreitkraft der Bundeswehr begann die Marine 1999 mit der Planung einer eigenen Internet-Präsenz. Um die Kosten der Umsetzung so gering wie möglich zu halten, wurde nach Wehrpflichtigen mit Erfahrungen in Internet-Technologien und gestalterischen Fähigkeiten gesucht. Wenn auch zu diesem Zeitpunkt nicht stark vorgebildet, aber mit umso mehr Interesse, meldete mich auf das Gesuch. Kurze Zeit später sah ich mich zusammen mit einem anderen Wehrpflichtigen meinem ersten Internet-Projekt gegenüber.
Die große Aufgabe
Eine der Grundproblematiken war die Digitalisierung und Organisation der gewaltigen Mengen an Content. Angefangen bei einer detaillierten Beschreibung aller Schiffe, Flugzeuge, Standorte, Ausbildungsanlagen, Verwendungsreihen, sowie tagesaktueller Informationen wie Pressemeldungen, Berichterstattung von Auslandsreisen, etc. stellte die Integration all dieser Informationen in ein stimmiges Gesamtbild ohne die Benutzung eines Content Management eine gewaltige Aufgabe dar.
Meine Hauptaufgabe bestand in der grafischen Gestaltung des Benutzer-Interfaces und der optischen Ausgestaltung der Inhalte der gesamten Web-Site. Außer einigen Grundfarben und dem eher auf Drucksachen ausgerichtetem Corporate Design der Marine gab es kaum Vorgaben. Das Screen Design für die Navigation und die dringend nötige optische Unterstützung der teilweise endlosen Textwüsten, führte zu etlichen (unbezahlten) Überstunden. Die freie Arbeitsweise und die ständig wechselnden Aufgabenstellungen in der spannenden und neuen Welt des Internets aber hielten die Motivation über Monate hoch und es entstanden viele interessante Gimmicks, die die Besucheranzahlen nach der ersten Veröffentlichung der Seiten Anfang 2000 rasant ansteigen ließen. So baute ich Video- und Bilder-Galerien auf, erstellte Bildschirmschoner, Desktop-Themes, Handy-Logos und vieles mehr. Wenn ich auch nicht immer mit der höchstmöglichen Professionalität vorging, so hat die Arbeit an diesem Mammut-Projekt mir schon sehr früh viele Aha-Effekte beschert, die später im Studium von großer Hilfe waren.